Türkei News
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Donnerstag, 8.Oktober 2009Die neue kürzlich beschlossene Gesundheitsreform in der Türkei sorgt dafür, dass die Medikamente um bis zu 40 Prozent günstiger werden. Insgesamt liegt die Spanne der Preisreduzierungen bei Arzneien zwischen zehn und 40 Prozent. Dabei wird es in der Türkei vor allem zu Preisreduzierungen bei Medikamenten kommen, die aus dem Ausland importiert werden. Denn diese werden gegenwärtig in der Türkei zum Teil überteuert verkauft. Dennoch regt sich bereits massive Kritik der Apotheker in der Türkei gegen die Preisreduzierungen, die sich anhand der Gesundheitsreform ergeben. Kein Wunder, haben doch viele der 24.000 Apotheken in der Türkei bereits jetzt mit finanziellen Problemen zu kämpfen.
Türkische Zentralbank senkt Leitzins
Samstag, 19.September 2009Die türkische Zentralbank hat Mitte September 2009 den Leitzins erneut um 50 Basispunkte gesenkt. Damit beträgt der Einlagensatz für Tagesgeld in der Türkei nur noch 7,25 Prozent. Zudem wird der Ausleihsatz für Tagesgeld von nun an 9,75 Prozent betragen. Damit setzt sich der Fall des Leitzinses weiter fort, betrug doch der Einlagensatz für Tagesgeld im November 2008 beispielsweise mit 16,75 noch fast 17 Prozent. Die neuerliche Senkung des Leitzinses erfolgte trotz einer Stabilisierung der Wirtschaft nach Einschätzung von türkischen Experten nicht unerwartet.
Fastenmonat Ramadan geht mit Zuckerfest zu Ende
Samstag, 19.September 2009Am Sonntag geht für die türkischen Muslime der Fastenmonat Ramadan mit dem Zuckerfest zu Ende. Das dreitägige Fest „Şeker Bayramı“ bildet traditionell das Ende des Ramadan. Am ersten Morgen des sogenannten Fastenbrechenfest besucht die Familie gemeinsam die Moschee, um die besonderen Festtagsgebete zu sprechen. Anschließend werden – oft in neuen Kleidern – sämtliche Verwandten besucht. Und wie es der Name Zuckerfest schon etwas verrät, wird hier oft süßes Gebäck gereicht und auch Süßigkeiten werden zum „Şeker Bayramı“ verteilt. Zudem wird jedermann in der Familie beschenkt und manchmal erhalten auch Bedürftige Präsente zum Ende des Ramadans. Kurios ist im Jahre 2009 übrigens, dass Gesundheitsexperten dazu geraten haben, auf eine innige Gratulation zu verzichten, um nicht die Schweinegrippe weiter zu verbreiten. Denn wer einmal selbst das Zuckerfest in der Türkei miterlebt hat, kann sich ein Verzichten auf innige Umarmungen nicht wirklich vorstellen.
Türkei will offenbar Auslieferung von Sarah Ferguson fordern
Donnerstag, 17.September 2009Die Ex-Frau des britischen Prinzen Andrew, Sarah Ferguson, hat mit Videoaufnahmen über die Zustände in türkischen Waisenhäusern für einen politischen Eklat gesorgt. Denn die Türkei hat beim britischen Innenministerium offiziell um eine Befragung der 49jährigen gebeten. Damit könnte die Herzogin von York rein theoretisch sogar festgenommen werden, da zwischen der Türkei und Großbritannien ein Auslieferungsabkommen besteht. Somit könnte die Ex-Schwiegertochter der Queen Sarah Ferguson eben ausgeliefert werden, wenn sie sich einer strafbaren Handlung verdächtigt gemacht hat. Allerdings ist bislang nicht klar, was genau der 49jährigen vorgeworfen wird. Fakt ist jedoch, dass „Fergie“ mit Perücke und Kopftuch verkleidet gemeinsam mit einem britischen Journalisten in ein staatliches Waisenhaus in der Türkei ging und dort heimlich filmte. Dabei wurden Bilder veröffentlicht, nachdem sich in dem Waisenhaus kahl geschorene Waisenkinder an Stühle gefesselt wurden. Die türkischen Behörden haben nun angekündigt, die gezeigten Missstände zu untersuchen, aber auch die Verhalten von „Fergie“.
Türkei erlaubt an einer Universität Kurdisch
Montag, 14.September 2009Die Türkei hat für ein weiteres Zugeständnis an die Kurden gesorgt und seine Bemühungen zur Lösung des Kurdenkonflikts verstärkt. Die Bildungsbehörde des Landes hat nämlich zum ersten Mal an einer staatlichen Hochschule Unterricht in kurdischer Sprache gestattet. So wird an der Artuklu-Universität in Mardin künftig auch in kurdisch gelehrt. Zudem soll an der Universität im Südosten des Landes auch in Arabisch und Syrisch sowie auf Farsi unterrichtet werden. Mardin wird überwiegend von Kurden bewohnt. Somit dürfte die Artuklu-Universität in Mardin sicherlich an Attraktivität für die Einheimischen gewinnen. Kurdisch war jahrzehntelang in der Öffentlichkeit in der Türkei verboten. Erst seit dem Jahr 2000 wurde Kurdisch auch im Radio und Fernsehen erlaubt.
Flutkatastrophe und Erdbeben in der Türkei
Freitag, 11.September 2009In diesen Tagen im September 2009 bleibt die Türkei offenbar von keinem Unglück verschont. Nachdem Mitte dieser Woche mehr als 30 Tote durch Überschwemmungen zu beklagen waren, erschütterten zwei Erdbeben in der Provinz Konya mit 100 verletzten Menschen das Land am Freitag.
Die Springfluten ereigneten sich Mitte der Woche im Westen Istanbuls und entlang der Marmara-Meer-Küste. Dabei sind nach offiziellen Angaben über 30 Menschen getötet worden. Weitere werden jedoch noch vermisst. Zudem entstand ein erheblicher Sachschaden. Bei den Erdbeben am Freitag in der Provinz Konya handelte es sich um Erdstöße der Stärke 4,5 und 4,7 auf der Richterskala. Während die Schäden an Häusern eher gering ausgefallen sind, wurden rund 100 Menschen verletzt.
Clip zu „heiß“: Timberlake-Video in der Türkei verboten
Dienstag, 8.September 2009Der Videoclip zum aktuellen Song von Justin Timberlake und Ciara ist für die Türkei offenbar zu „heiß“ und darf nicht gespielt werden. Das türkische „Radio and Television Supreme Council“ hat nämlich das Video zum Song „Love Sex Magic“ verboten. Die türkische Regulierungsbehörde, die Sendeverbote erteilen kann, sieht in dem Clip zu dem Song eine Gefahr für die Jugend. Insbesondere die anstößigen Outfits, Tänze und Szenen würden sich nicht mit der Entwicklung der Jugendlichen vereinbaren. Zudem sehen die Wächter über Radio- und Fernsehinhalte die generelle Moral mit dem Video angegriffen. In dem erotischen Musikvideo sieht man Timberlake und Ciara sich küssen und streicheln.
Türkischer Handel wird von Istanbul geprägt
Sonntag, 6.September 2009Der Handel in der Türkei wird nach wie vor von Istanbul geprägt. Nach einer aktuellen Information der Türkischen Außenhandelsbehörde wurden im ersten Halbjahr 2009 mehr als 50 % des gesamten Handelsvolumens der Türkei von Istanbul aus getätigt. So betrug das Volumen der Exporte aus der türkischen Metropole demnach 25,9 Milliarden US Dollar. Dabei handelt es sich den Angaben der Türkischen Außenhandelsbehörde zufolge um 54,2 Prozent des kompletten türkischen Exportvolumens. Bei den Importen waren es im ersten Halbjahr 2009 zudem 52,6 Prozent (32,8 Milliarden US Dollar). Interessant ist hierbei übrigens, dass in der weiteren Rangfolge der Exporte im ersten Halbjahr 2009 Bursa auf dem zweiten Platz folgt, noch vor Izmir und Ankara.
Schule in der Türkei offenbar sehr beliebt
Freitag, 4.September 2009Einer aktuellen Studie der OECD nach zu beurteilen, ist die Schule in der Türkei weitaus beliebter als man annehmen konnte. Beim 1. Kinderbericht wurden Kinder und Jugendliche in 30 Staaten zu diversen Lebensgewohnheiten befragt. Dabei gaben 57,4 Prozent der befragten türkischen Schüler an, die Schule zu mögen. Damit nimmt die Türkei den absoluten Spitzenplatz ein, gefolgt von Norwegen (47,7 Prozent) und den Niederlanden (39,7 Prozent). Damit war die Türkei einziges der 30 Länder mit mehr Kindern, die die Schule mögen als umgekehrt. Das Ergebnis überraschte umso mehr, da viele der befragten Kinder und Jugendlichen im Rahmen der Studie auch von zahlreicher Gewalt und Kriminalität an ihren Schulen berichteten.
Ende der Eiszeit zwischen der Türkei und Armenien?
Mittwoch, 2.September 2009Nach jahrzehntelanger Eiszeit zwischen der Türkei und Armenien scheinen sich die beiden Länder wieder zu nähern. Wie beide Staaten Anfang September 2009 mitteilten, wollen beide Länder wieder diplomatische Beziehungen aufnehmen. Zudem sollen die Grenzen zwischen der Türkei und Armenien wieder geöffnet werden. Ferner soll auch eine Kommission die historische Dimension der Meinungsverschiedenheiten untersuchen. Seit der Unabhängigkeit der einstigen Sowjetrepublik Armenien im Jahr 1991 hatte die Türkei keine diplomatischen Beziehungen zu dem einstigen Sowjetstaat aufgenommen. Grund der Spannungen zwischen beiden Ländern ist ein Streit um Massaker an Armeniern im Ersten Weltkrieg. Während Armenien sowie auch mehrere westliche Staaten darin einen Völkermord sehen, widerspricht die Türkei dieser Darstellung.
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